ALDIBienen bringen mehr als Honig
3. Bienen sind bedroht

Bunte Pflanzenvielfalt verschwindet.

Ohne wilde Wiesen, Hecken und Sträucher fehlt Bienen der Lebensraum.

Pestizide schädigen Insekten.

Schon Kleinstmengen können sich negativ auf das Nervensystem auswirken.

Wiesen werden bereits vor der Blüte gemäht.

Und ohne Blüten finden Bienen
nicht mehr genug Nahrung.

Bunte Pflanzenvielfalt verschwindet.

Ohne wilde Wiesen, Hecken und Sträucher fehlt Bienen der Lebensraum.

Die Landschaft und die Art der Landnutzung in Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die Folge: blütenarme Landschaften. Wertvolle Strukturen wie wilde Feldränder, Sandwege, alte Hecken, Totholz- oder Steinhaufen sind in vielen Regionen Deutschlands verschwunden. Dadurch werden das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten für Bienen und andere blütenbestäubende Insekten geringer.

Aber nicht nur auf dem Land wird ihr Lebensraum zunehmend kleiner. Auch in Städten sehen wir immer weniger Blühflächen: Parks verschwinden, Grünstreifen werden gepflastert oder die wenigen Grünflächen werden pflege- statt bienenfreundlich bepflanzt.

Auch heimische Gärten sind oft kein Paradies für Bienen. Kurz gemähter Rasen und Blumen, die keinen Nektar und Pollen produzieren, bieten blütenbestäubenden Insekten keine Nahrung.

Pestizide schädigen Insekten.

Schon Kleinstmengen können sich negativ auf das Nervensystem auswirken.

Pestizide dienen dazu, Pflanzen vor Fressfeinden zu schützen. Doch einige Pestizide enthalten schädigende Substanzen für Bienen, sogenannte Neonikotinoide.

Wo kommen Bienen mit Pestiziden in Kontakt?

Bienen können Neonikotinoide nicht nur über Nektar und Pollen aufnehmen, sondern auch durch aufgewirbelten Staub bei der Aussaat oder über die Luft während der Anwendung von Pestiziden. Letztendlich können die Neonikotinoide auch durch Regen ausgeschwemmt und dann durch Bienen aufgenommen werden, wenn sie dieses Wasser trinken.

Was genau passiert mit den Bienen, wenn sie mit Pestiziden in Berührung kommen?

Schon ganz kleine Mengen des Nervengiftes aus der Gruppe der sogenannten Neonikotinoide können die Bienen lähmen, ihr Lernvermögen und ihre Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen oder ihr Immunsystem schwächen. Auch Auswirkungen auf die Fortpflanzung oder die Gehirnentwicklung können auftreten. All das kann zum Lebensende unserer Bienen führen.

Wiesen werden bereits vor der Blüte gemäht.

Und ohne Blüten finden Bienen nicht mehr genug Nahrung.

Werden Wiesen zu häufig oder zu früh gemäht, führt das dazu, dass der Lebensraum und das Nahrungsangebot für die blütenbestäubenden Insekten immer kleiner werden. Aber auch Wiesen, die gar nicht mehr gemäht werden, verlieren ihren Nutzen für Bienen, denn dort setzen sich dann nur wenige, oft für die Bienen nicht besonders wertvolle, Pflanzen durch.

Ob in der Landwirtschaft, im öffentlichen Raum oder in privaten Gärten: Bienenfreundliche Mähtechniken sowie an die Blüte angepasste Zeitpunkte, zu denen gemäht wird, helfen den Fortbestand der Bienen zu sichern. So sollte zum Beispiel nicht gemäht werden, bevor sich Blüten bilden konnten. Wiesenflächen können auch in „Intervallen“ gemäht werden, sodass es immer einen Teil gibt, wo Bienen Nahrung finden.