ALDIBienen bringen mehr als Honig
5. Helfen ist einfach

Den Balkon bienenfreundlich bepflanzen.

Neuen Lebensraum schaffen ist ganz leicht und sieht noch dazu toll aus.

Neue Nistplätze schaffen.

Mit wenig Aufwand lässt sich Bienen
ein Zuhause schenken.

Den Garten Garten sein lassen.

Jedes ungemähte Stück Wiese zählt.

Den Balkon bienenfreundlich bepflanzen.

Neuen Lebensraum schaffen ist ganz leicht und sieht noch dazu toll aus.

Die Bienen auf den eigenen Balkon locken? Sind Bienen nicht gefährlich?

Nein, Bienen sind scheu und friedfertig, solange man sich bienenfreundlich verhält. Die Bienen sind viel zu sehr mit der Suche nach Nektar und Pollen beschäftigt. Man darf sie nur nicht bedrohen oder bedrängen.

Welche bienenfreundliche Pflanzen eignen sich für den Balkon?

Neben Fächerblumen, Kapuzinerkressen, Verbenen, Glockenblumen, Wandelröschen, Löwenmäulchen oder duftendem Lavendel sind es auch Margeriten und Sonnenblumen, die sich für Balkone eignen, genauso wie der „Weiße Willi“ von dem sich Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge geradezu magisch angezogen fühlen.

Ein Kräutergarten ist nicht nur für unsere Küche attraktiv, sondern erfreut auch die Bienen. Zum Beispiel: Thymian, Minze, Basilikum, Koriander, Borretsch, Salbei, Schnittlauch und Zitronenmelisse. Sogar Erdbeeren lassen sich hervorragend auf dem Balkon pflanzen und bieten Nahrung für Mensch und Insekt.

Neue Nistplätze schaffen.

Mit wenig Aufwand lässt sich Bienen ein Zuhause schenken.

Schon gewusst?

1. Solitär lebende Bienen, auch Einsiedlerbienen genannt, bauen ihre Nester und versorgen ihre Brut ohne Mithilfe von Artgenossen.

2. Jedes Nest solitärer Wildbienen wird nur von einem Weibchen gebaut.

3. Im Laufe seines vier- bis achtwöchigen Lebens baut es ganz allein 4 bis 30 Brutzellen und versorgt sie mit allem, was die Larve zum Gedeihen braucht. Stets wird eine Zelle fertiggestellt, bevor mit der nächsten begonnen wird.

4. 30 Prozent aller nestbauenden Wildbienen sind auf den Pollen ganz bestimmter Pflanzenfamilien, -gattungen oder sogar -arten angewiesen, um ihren Nachwuchs zu versorgen. Die Larven entwickeln sich über den Winter, um dann im Frühjahr zu schlüpfen.

Wie schenken wir Wildbienen ein Zuhause?

Eine ungemähte Wiese im Winter ermöglicht die Entwicklung von Wildbienenlarven, die sich möglicherweise in den Stängeln befinden.

Außerdem können wir ihnen durch Wildbienennisthilfen weitere Nistmöglichkeiten bieten. Zum Beispiel kann man Naturstrohhalme, Schilfhalme oder auch dünne Bambusröhrchen in eine leere Dose stecken, die unten mit einer Schicht Gips, Ton oder Heißkleber gefüllt ist. In den Halmen können sich solitär lebende Wildbienen einnisten, also Bienen, die ihre Brut ohne Mithilfe von Artgenossen aufziehen. Die Dose befestigt man am besten an einem sonnigen und regengeschützten Platz. Belegte Halme erkennt man daran, dass sie vorne verschlossen sind.

Den Garten Garten sein lassen.

Jedes ungemähte Stück Wiese zählt.

Checkliste für den eigenen Garten:

  1. Wildwiese oder ungemähte Flächen: Je seltener gemäht wird, umso mehr Blumen kommen zur Blüte, denn ein kurz gemähter Rasen stellt für Bienen eine Wüste dar. Büsche und Hecken hingegen bilden mehr Blüten und bieten Unterschlupf, wenn sie nicht zu oft und schmal geschnitten werden. Gemäht sollte dann werden, wenn die Bienen gerade nicht fliegen. Das heißt entweder morgens und abends oder bei trübem Wetter.

  2. Wildblumen ansäen: Statt ein Rasenstück einfach nicht mehr zu mähen und abzuwarten, was sich ansiedelt, kann man auch mit gekauften, regionalen Wildblumen-Mischungen nachhelfen.

  3. „Wilde Ecken“ und Unebenheiten zulassen: Nicht nur Wildwiesen locken Bienen an, auch verwilderte Winkel und Ecken können zu richtigen kleinen Biotopen werden. Offener Boden, lehmverfugte Mauern, Büsche, Totholz und Laub bieten Unterschlupf für zahlreiche Insekten und Nistmöglichkeiten für Wildbienen.

  4. Trinkgelegenheiten für Bienen: Auch Insekten müssen trinken. Als Trinkstellen für Bienen eignen sich Kuhlen in großen Steinen oder Vogeltränken. Der beste Standort dafür ist in der Nähe blühender Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon. Übrigens benötigen viele Wildbienen das Wasser oft nicht nur zum Trinken, sondern vor allem für den Bau ihrer Nester (zum „mörteln“ ihrer Brutzellen).

  5. Beetumrandungen: Wer sein Beet abgrenzen möchte, nutzt manchmal kleine Wege, niedrige Zäune oder kleine Hecken. Stattdessen lassen sich auch mehrjährige Blühpflanzen nutzen, die Nektar für Bienen bereitstellen. Der positive Nebeneffekt: Sie locken Bestäuber ins Beet, was Früchten und Gemüse zugute kommt.

  6. Pestizide sollten tabu sein: In einem bienenfreundlichen Garten sollten keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Es gibt fast immer gute, natürliche Alternativen. Gegen Schädlinge hat sich der Einsatz von Nützlingen bewährt, die man heute ganz einfach und kostengünstig online bestellen kann. In einem abwechslungsreichen Garten entwickeln sich die Nützlinge sogar von ganz allein.

Ouelle:
https://www.garten.schule/bienenfreundlicher-garten/